| Für ein Konzept vor der Gründung |
Dieter Schöffmann weiß aus seiner
Beratertätigkeit, dass gemeinnützige Einrichtungen und
Verbände inzwischen immer häufiger mit dem Gedanken spielen,
eine Stiftung zu gründen, z.B. aus Anlass eines ererbten
Vermögens oder mit der Idee, hiermit über ein
zusätzliches Instrument im Fundraising zu verfügen. In der
Vergangenheit hat sich gezeigt, dass so manche Stiftung schnell
gegründet wurde und sich dann – an sich vorhersehbare
– Probleme ergaben. Mit seinen Anregungen und einer praktischen
Checkliste plädiert er für ein Konzept vor der Gründung.
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| Wie Stiftungen erfolgreich kommunizieren und ihre Mittel vermehren können |
Ulrich Brömmling stellt fest, dass sich die
Öffentlichkeitsarbeit der Stiftungen in den vergangenen Jahren
sehr verbessert hat. Doch vor allem bei den Verantwortlichen, die
ehrenamtlich die Stiftung führen, herrscht immer noch viel
Unsicherheit über den Umgang mit den Medien und den gängigen
Kommunikationstechniken. Eine wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit
erfordert vorab Entscheidungen über das Leitbild der Stiftung, die
Zielgruppen der Kommunikation und den Grad der Transparenz, der
angestrebt wird. Die Internetpräsenz sollte
selbstverständlich sein. Die beiden Redakteure dieses Ratgebers
sind Spezialisten für das Fundraising - die Mittelbeschaffung -
gemeinwohlorientierter Organisationen. Sie wissen, dass die Finanzlage
vieler Stiftungen selten so schlecht war wie jetzt. Die Erträge
aus dem Stiftungsvermögen sind wegen der Verluste an den
Kapitalmärkten stark gesunken. In ihrem Beitrag beschreiben sie
verschiedene Instrumente, die sich unter bestimmten Voraussetzungen
gerade für das Fundraising von Stiftungen eignen: Zu-Stiftungen,
Treuhandstiftungen, Kooperationen und strategische Partnerschaften,
Großspenden, Förderfonds, letztwillige Verfügungen und
Kleinspenden.
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| Anlage des Stiftungsvermögens |
Olaf Henß fragt, was mit dem liquiden
Stiftungsvermögen zu tun ist, wenn die Zinsen niedrig und die
Aktienmärkte unsicher sind. Um den vom Stifter festgelegten Zweck
zu verwirklichen sind hohe laufende Erträge zu erwirtschaften,
weshalb das Kapital meist in festverzinslichen Wertpapieren (Renten)
angelegt wird. Weil das Stiftungskapital jedoch in seiner Substanz zu
erhalten ist, haben Stiftungen oft auch in Substanzwerte wie Aktien
investiert und teilweise Geld verloren. In diesem Dilemma plädiert
Henß für eine größere Streuung der
Vermögenswerte. Er erläutert dabei auch alternative
Investments wie Hedge Fonds und Private Equity, die (mit geringen
Anteilen) durchaus im Anlagemix größerer Stiftungen
enthalten sein sollten. Stephanie Rüth verweist darauf, dass
Rentabilität und Sicherheit für viele gemeinwohlorientierte
Menschen nicht die einzigen Kriterien sind, die bei der Geldanlage eine
Rolle spielen. Diese Menschen möchten wissen, wofür ihr Geld
arbeitet. Sie möchten ausschließen, dass es in Unternehmen
fließt, die Rüstungsgüter herstellen, die mit politisch
geächteten Regimen zusammenarbeiten oder die die Umwelt belasten.
Oder sie möchten ganz konkret natur- und sozialverträgliche
Wirtschaftsformen unterstützen. Rüth erläutert, welche
Möglichkeiten der ethisch sauberen Geldanlage es bisher gibt.
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| Wer Stiftungen hilft und vertritt |
Christoph Mecking stellt den Bundesverband Deutscher
Stiftungen e.V. vor. Dieser ist Interessenvertreter und Dienstleister
der ihm angeschlossenen 2.000 Stiftungen. Der Verband setzt sich
für den Stiftungsgedanken ein mit wissenschaftlichen Vorhaben,
Veranstaltungen und Veröffentlichungen,
Öffentlichkeitsarbeit, Datensammlung und –dokumentation,
Aus- und Fortbildung, internationalem Austausch und der Beratung von
Stiftungen und Stiftern. Die Bertelsmann Stiftung fördert das
Stiftungswesen durch ein europäisches Kompetenzzentrum,
Handbücher, das International Network on Strategic Philanthropy
(INSP), das Transatlantische Netzwerk Bürgerstiftungen (TCFN), die
Inititative Bürgerstiftungen, die Expertenkommission zur Reform
des Stiftungs- und Gemeinnützigkeitsrechts und durch die Beratung
von Stiftern und Stiftungen mit Schwerpunkt auf Strategiebildung,
Konzeption und Ausrichtung der Stiftung sowie ihrer Programme. Für
viele Standardfragen werden Grundlageninformationen in Publikationen
und Internet bereitgestellt.
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| Wer wird von welcher Stiftung gefördert |
Die meisten Stiftungen sind Förderstiftungen. Für
sie ist es wichtig, geeignete Projekte zu finden. Diese Projekte
wiederum suchen die zu ihnen passenden Stiftungen, da sie auf
Förderung angewiesen sind. Die folgenden drei Kapitel sind daher
der Frage gewidmet, wie Projekte Stiftungsmittel für ihre Arbeit
gewinnen können. Diethelm Damm beschreibt die verschiedenen
Stiftungstypen. Er unterscheidet sie nach Rechtsformen und
gemeinnützigen Zwecken, und ob sie operativ oder fördernd,
überregional oder regional begrenzt sind. Sind es große,
mittlere oder kleine Stiftungen, Einzweckstiftungen,
Vielzweckstiftungen, Alltagsbedarfsstiftungen, Innovationsstiftungen,
Programmstiftungen? Die beiden Redakteure dieses Ratgeberbandes geben
danach sehr detaillierte Hinweise, wie erfolgreich Mittel von
Stiftungen beantragt werden können. Wichtig ist, dass jede
Stiftung eine andere Kultur hat. Stiftungen suchen nicht bloße
Geldempfänger sondern Partner für ihre Stiftungsarbeit. Bei
der Recherche nach geeigneten Stiftungen sagt der Satzungstext noch
nicht viel aus. Vielmehr kommt es auf die aktuelle Schwerpunktsetzung
der Stiftung an. Die größten Chancen hat ein Projekt bei
Stiftungen am gleichen Ort. Zahlreiche überregionale und regionale
Stiftungsverzeichnisse und Datenbanken werden in dem Artikel
vorgestellt. Ausführliche Angaben erläutern mit mehreren
Checklisten jeden einzelnen Schritt eines vollständigen und
erfolgreichen Antrages.
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| Auswahl und Nachweis von 160 Förderstiftungen |
Die beiden Redakteure dieses Ratgeberbandes listen 160
Förderstiftungen und einige wenige operative Stiftungen auf, die
als Kooperationspartner für Projekte in Frage kommen –
jeweils mit Internetadresse, geographischem und thematischem
Förderbereich. Die folgenden dabei nicht berücksichtigten
Stiftungsformen werden beschrieben und es werden Wege zu Informationen
über sie aufgezeigt: Politische Stiftungen, Sparkassenstiftungen,
Bürgerstiftungen, Stiftungen in der Verwaltung von Kommunen,
Stiftungsverwaltungen oder Treuhändern, sowie kirchliche
Stiftungen und Förderfonds.
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| Anhang |
Im Anhang finden sich verschiedene Satzungs- und
Vertragsmuster, ein Autorenverzeichnis, Adressen der Stiftungsaufsicht
in den Ländern, sonstige wichtige Adressen und Hinweise auf
Bücher, Zeitschriften und Datenbanken.
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